Pressemitteilung des AELF Ebersberg-Erding vom 11.08.2022
Borkenkäfer profitiert von Hitze und Trockenheit – eine regelmäßige Kontrolle der Wälder ist notwendig

Hanna Reuther kontrolliert den Entwicklungsstand der KäferlarvenZoombild vorhanden

Borkenkäfer Spezialistin Hanna Reuther

Die Witterung der letzten Wochen beschleunigte die Borkenkäferentwicklung. Hitze, Trockenheit und sehr wenig Niederschläge begünstigen die Entwicklung der Fichtenborkenkäfer und führen zu vermehrtem frischem Befall in den Wäldern.

Die Fichtenborkenkäfer konnten sich nur im Hitzejahr 2018 noch schneller entwickeln als in diesem Jahr. Nun steht in diesen Tagen der Ausflug einer zweiten Borkenkäfergeneration an, was erneut zu einem sprunghaften Anstieg der Käferzahlen und damit der befallenen Bäume führt. Ein Schwerpunkt liegt dabei in den Waldgebieten des Sturmwurfereignisses im Juni 2022 im nördlichen Freisinger Landkreis.

Aber auch in allen anderen Bereichen des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Ebersberg-Erding ist es dringend notwendig, dass Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer regelmäßig ihre Wälder kontrollieren und befallene Fichten unverzüglich aufarbeiten, um weitere Schäden im eigenen und benachbarten Wald zu vermeiden. Borkenkäferbefall lässt sich am Bohrmehl auf Rinde sowie am Stammfuß, Kronenverfärbung und Rindenabfall der Fichten gut erkennen.

angehäuftes braunes Bohrmehl auf einem Stamm mit umliegenden grünen Fichtennadeln

Angehäuftes braunes Bohrmehl auf einem Stamm mit umliegenden grünen Fichtennadeln

Borkenkäfer bei der Eiablage

Borkenkäfer bei der Eiablage
(© Tobias Haase/StMELF)

Schadbild bereits ausgeflogener Borkenkäfer

Schadbild bereits ausgeflogener Borkenkäfer

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