Einwendungen bis 18. Oktober 2021 möglich
Kartierung der Gewässerrandstreifen München (Stadt und Landkreis) abgeschlossen

Hüllgraben München

Quelle: WWA München

Seit August 2019 müssen in Bayern Gewässerrandstreifen eingehalten werden. Jetzt ist nach einer Pressemitteilung des Wasserwirtschaftsamtes München die Kartierung der Gewässer in der Landeshauptstadt sowie im Landkreis München abgeschlossen.

Die Gewässer wurden von der Wasserwirtschaftsverwaltung vor Ort individuell begutachtet und anhand einheitlicher Kriterien eingestuft. Wichtig ist, dass die Pflicht zur Anlage von Gewässerrandstreifen nach Volksbegehren bereits heute besteht. Jede/r betroffene Landwirt/in muss an eindeutig erkennbaren natürlichen Gewässern einen Gewässerrandstreifen einhalten. Dort ist dann die Nutzung für den Acker- und Gartenbau verboten. An künstlichen Gewässern sowie an Verrohrungen, Straßenseitengräben, die Bestandteile der Straße sind und an „grünen Gräben“ mit eindeutigem Grasbewuchs sind hingegen keine Gewässerrandstreifen erforderlich.

576 km Gewässerlänge wurden begutachtet

Das Wasserwirtschaftsamt München hat in der Stadt München Gewässer in einer Länge von ca. 216 km vor Ort überprüft. Das Ergebnis zeigt, dass an ca. 62 % ein Gewässerrandstreifen nach dem Volksbegehren notwendig ist.
Etwas anders sieht die statistische Verteilung im Landkreis München aus. Hier gibt es v. a. nördlich des Ismaninger Speichersee viele künstliche Entwässerungsgräben die gemäß dem bayrischen Naturschutzgesetz nicht randstreifenpflichtig sind. Das Ergebnis zeigt, dass bei insgesamt rund 360 Gewässerkilometern ca. die Hälfte aller Gewässer einen Randstreifen benötigen, die andere Hälfte nicht.

Bewirtschaftungsvorgaben für die Gewässerrandstreifen

Die Bewirtschaftenden ufernaher Grundstücke erhalten mit der Veröffentlichung der Karten Klarheit und Planungssicherheit. An den dargestellten Gewässern muss ein Gewässerrandstreifen in einer Breite von mindestens 5 Metern eingehalten werden. An den großen natürlichen Gewässern, den Gewässern 1. und 2. Ordnung wie z. B. der Würm, sind es auf staatlichen Grundstücken 10 Meter. Die Begehungen vor Ort haben gezeigt, dass die Randstreifen zum allergrößten Teil bereits von den Flächenbewirtschaftern angelegt wurden.

Karten der Gewässerkulisse sind gemeindeweise online verfügbar

Die Ergebnisse wurden jetzt vom Wasserwirtschaftsamt München in übersichtlichen Karten aufbereitet. Sie werden ab Montag, den 06.09.2021, gemeindeweise auf dem Internetauftritt des Wasserwirtschaftsamts München veröffentlicht (www.wwa-m.bayern.de). Betroffene Grundstückseigentümer/innen haben dann sechs Wochen Zeit (bis 18.Oktober 2021), um schriftliche Rückmeldung an das Wasserwirtschaftsamt München (Kontaktdaten per E-Mail: poststelle@wwa-m.bayern.de) zu geben. Strittige Gewässerabschnitte werden im Anschluss mit dem Wasserwirtschaftsamt gemeinsam erörtert. Danach wird die finale Kulisse an das Landesamt für Umwelt übergeben. Dieses veröffentlicht sie zum 01. Juli 2022 im UmweltAtlas Bayern.

Gemeinden ohne verpflichtende Gewässerrandstreifen

Keine randstreifenpfichtigen Gewässer befinden sich lt. Informationen des WWA München im Stadtgebiet München in Forstenried, Großhadern, Laim, Milbertshofen, München S. 3 (Maxvorstadt Ost), München S. 4 (Maxvorstadt West), München S. 5 (Untersendling, Westpark), Neuhausen, Solln und Trudering. Keine randstreifenpflchtigen Gewässer befinden sich lt. Informationen des WWA München im Landkreis München in den Gemeinden Brunnthal, Feldkirchen, Forstenrieder Park, Grasbrunn, Haar, Hohenbrunn, Höhenkirchen-Siegertsbrunn, Neuried, Ottobrunn, Perlacher Forst, Putzbrunn und Sauerlach.

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