Niedermoorgebiet kennengelernt
Radexkursion bei den Freisinger Umwelttagen

Ein sehr hoher Prozentsatz der Moore Bayerns ist entwässert und viele Moore zunehmend ausgetrocknet. Das südwestlich von Freising gelegene Freisinger Moos weist noch moortypische, relativ intakte Lebensräume auf. Dazu zählt auch ein kleiner Bruchwald mit Schwarzerlen und Moorbirken, der bei der Exkursion besichtigt wurde.

Das Areal ist nicht nur als Landschafts- und Vogelschutzgebiet ausgewiesen, sondern auch als Fauna-Flora-Habitat nach der FFH-Richtlinie der Europäischen Gemeinschaft. Es gilt als Kleinod: Hier sind Wiesenbrüter wie der Große Brachvogel, der Wachtelkönig und der Kiebitz genauso beheimatet wie das Braunkehlchen und die Rohrweihe.

Das Gebiet ist auch Lebensraum für seltene Blumen, zum Beispiel Prachtnelke, Mehlprimel oder Schwalbenschwanzenzian; Moorbirke und Schwarzerle prägen hier den Moorwald.

Unsere Flora und Fauna ist auch vom Biber geprägt
Revierleiter Bernhard Söllner vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Ebersberg-Erding und Dr. Stefan Müller-Kroehling von der Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) haben per Rad und zu Fuß interessierten Bürgerinnen und Bürgern ungewöhnliche Einblicke in diese spezielle Flora und Fauna geboten, die auch vom Biber geprägt ist .