Sommersemester Landwirtschaftsschule Erding
Studierende gewinnen Eindrücke von modernen Rindermastställen

Personen in einem Rinderstall

Im fachpraktischen Semester der Landwirtschaftsschule Erding besichtigten die 26 Studierenden im Fach Landwirtschaftliche Tierhaltung im Frühjahr 2026 einen neu gebauten Rindermaststall im Landkreis Fürstenfeldbruck. Der Stall wurde im Jahr 2025 von einem Studierenden und seiner Familie erbaut. Er ist für 160 Tierplätze ausgelegt.

Technische Hilfsmittel im Stall

Aus erster Hand erfuhren seine Kolleginnen und Kollegen, warum die Familie sich für einen Tretmiststall mit Futtergang, auf dem eine Schieberentmistung arbeitet, automatischer Einstreutechnik und automatischem Futteranschieber entschieden hat: „Mir war es wichtig, möglichst flexibel zu sein. Die automatische Einstreutechnik erspart mir nicht nur Arbeitszeit, sondern erleichtert die Arbeit auch körperlich wesentlich. Eine automatische Fütterung wollte ich nicht einbauen, damit ich die Tiere jeden Tag bei der Futtervorlage mit dem Futtermischwagen im Blick habe. Es fällt sofort auf, wenn einer nicht zum Fressen kommt.“ gibt der stolze Rindermäster zu bedenken.

Rinder in einem Stall
Vergleich ist wichtig
Da es nicht nur eine Stallbauform in der Rindermast gibt, die in der Praxis funktioniert, besichtigten die 26 Studierenden einen weiteren Rindermaststall: Ein Tretmiststall mit erhöhtem Futtertrog und Entmistung unterhalb des Futtertroges. Der Betriebsleiter hat keinerlei technische Hilfsmittel eingebaut, da er bereits durch die Anrufe der Biogasanlage nach Feierabend ausreichend gestört wird. Sein Tipp an die angehenden Betriebsleiter: „Überlegt euch, wie viel Technik ihr einbauen wollt. In jungen Jahren war es mir egal, nachts aufzustehen und eine Stunde an der Technik herumzuschrauben. Danach habe ich mich wieder hingelegt und bin sofort eingeschlagen. Aber heutzutage kann ich dann nicht mehr einschlafen, so dass ich den ganzen nächsten Tag hundemüde bin.“