Landwirtschaftsschule Erding
Studierende beobachten kleine Helfer in den Stallungen
Praktische Einblicke für 26 Studierende
Im Rahmen ihres ersten Semesters im Fach Naturschutz und Landschaftspflege besuchten 26 Studierende im Januar 2026 die Jungvieh- und Milchviehställe des Bayerischen Staatsguts in Grub. Ziel war es, praxisnah die Bedeutung von Gebäudebrütern in landwirtschaftlichen Stallungen kennenzulernen.
Im Fokus standen vor allem Schwalben. Diese Vögel spielen eine wichtige Rolle für die Stallhygiene, da sie Insekten fressen, die unter anderem Krankheiten übertragen können. Ein Brutdurchgang dauert rund vier Wochen, und Schwalben brüten meist zweimal im Jahr. So können mehrere Kilogramm Insekten pro Jahr von den Vögeln gefressen werden.
Landwirte haben jedoch immer wieder Probleme mit Schwalben, da Stallungen durch Kot verschmutzt werden können. Eine einfache Lösung sind sogenannte Schwalbenwinkel: kleine Nistplätze, die an geeigneten Stellen im Stall angebracht werden. Sie bieten den Tieren einen sicheren Brutplatz und verbessern gleichzeitig die Hygiene in den Stallungen.
Besonders bei Neubauten erleichtert das Anbringen bereits genutzter Schwalbenwinkel die Ansiedlung der Tiere. Viele Schwalbenarten sind in den vergangenen Jahren zurückgegangen, daher leisten solche Maßnahmen auch einen Beitrag zum Artenschutz.
Der Landesbund für Vogelschutz (LBV) hat allen Studierenden Schwalbenwinkel zur Verfügung gestellt. Nun sind die Studierenden gespannt zu beobachten, ob die Tiere diese neuen Nistplätze annehmen.
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