Pressemitteilung vom 30.06.2026
Trockenheit, Hitze, Sturm: Wie fit ist der Grasbrunner Wald für die Zukunft?

mehrere Personen stehen in einem älteren Nadelwald und sprechen miteinanderZoombild vorhanden

Exkursion zeigt: Der Wald der Zukunft braucht aktive Pflege

Exkursion zeigt: Der Wald der Zukunft braucht aktive Pflege

Grasbrunn – Trockenheit, Hitze und Extremwetter setzen den Wäldern zunehmend zu. Welche Folgen der Klimawandel für den Grasbrunner Wald hat und wie sich die Wälder an die veränderten Bedingungen anpassen können, erfuhren rund 20 Interessierte bei der Exkursion „Wald im Wandel“ am Dienstag, 23. Juni in Grasbrunn.

Die Veranstaltung wurde von der Gemeinde Grasbrunn gemeinsam mit dem Team Klimaanpassung des Landratsamts München sowie dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Ebersberg-Erding organisiert.

Bürgermeister Sebastian Stüwe eröffnete die Exkursion und betonte die Bedeutung des Waldes für die Gemeinde. Anschließend führte Revierleiterin Julia Borasch vom Forstrevier Aschheim die Teilnehmenden durch den Wald und machte an verschiedenen Stationen deutlich, vor welchen Herausforderungen die Forstwirtschaft heute steht. „Der Klimawandel ist längst im Wald angekommen. Viele Baumarten geraten zunehmend unter Stress, weil Trockenheit und Hitze häufiger und intensiver werden“, erklärte Borasch. Besonders anspruchsvoll seien die Standortbedingungen in Grasbrunn. Die Böden der Münchner Schotterebene können nur wenig Wasser speichern und bieten den Bäumen nur begrenzt Nährstoffe. Umso wichtiger sei es, die Wälder gezielt auf die Zukunft vorzubereiten.

Anhand konkreter Beispiele erläuterte die Försterin, wie stabile und klimafeste Mischwälder entstehen können. Die Teilnehmenden erfuhren, was unter einem Voranbau verstanden wird, welche Funktionen Bann- und Schutzwälder erfüllen und warum eine aktive Wald-pflege unverzichtbar ist. „Ein zukunftsfähiger Wald entsteht nicht von allein. Wer den Wald heute pflegt, schafft die Grundlage dafür, dass er auch morgen noch seine Schutz-, Nutz- und Erholungsfunktionen erfüllen kann“, betonte Borasch.

Die Führung machte zudem deutlich, dass Waldbesitzende bei dieser Aufgabe nicht allein sind. Das AELF Ebersberg-Erding unterstützt mit kostenfreier Beratung und finanzieller Förderung bei waldbaulichen Maßnahmen. „Klimaanpassung gelingt nur gemeinsam. Deshalb ist es wichtig, dass Waldbesitzende die Beratungsangebote nutzen und sich frühzeitig mit den Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte auseinandersetzen“, so Borasch.

Hintergrund der Veranstaltung ist das Klimaanpassungskonzept der Gemeinde Grasbrunn, das gemeinsam mit dem Landratsamt München und weiteren Kommunen entwickelt wurde. Ziel ist es, die Gemeinde und ihre Bürgerinnen und Bürger auf die Folgen des Klimawandels vorzubereiten und konkrete Anpassungsmaßnahmen vor Ort umzusetzen.