Notfallvorräte im Blick
AELF informierte in Ebersberg

Vier Personen stehen vor Stand

Haferflocken, Nudeln, Knäckebrot, Nüsse, Konserven und zwei Liter Wasser pro Per-son pro Tag helfen bei Krankheit, Stromausfall oder Hochwasser. Das AELF Ebers-berg-Erding zeigte im E-Einz in Ebersberg, wie wichtig Vorratshaltung sein kann.

Ein gut geplanter Lebensmittelvorrat gibt Sicherheit in außergewöhnlichen Situationen. Darüber informierte das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Ebersberg-Erding mit einem Aktionsstand im E-Einz. Ziel war es, Besucherinnen und Besucher für eine sinnvolle und alltagstaugliche Vorratshaltung zu sensibilisieren.

„Ein bisschen Vorratshaltung betreiben wir alle, schließlich kauft man haltbare Lebensmittel nicht täglich ein. Reis- und Nudelpackungen oder Konserven hat eigentlich jeder Haushalt im Schrank. Es kann jedoch Situationen geben, in denen etwas mehr Vorräte nötig sind“, erklärt Abteilungsleiterin für Bildung und Beratung sowie stellvertretende Schulleiterin der Landwirtschaftsschule Erding, Helga Bauschmid.

Die vergangenen Jahre haben gezeigt, wie schnell sich Alltagssituationen verändern können.

„Die Pandemie hat uns gelehrt, dass es sinnvoll ist, sich einen Lebensmittelvorrat für mehrere Tage anzulegen. Bei Krankheit, extremen Wetterereignissen oder einem länger andauern-den Stromausfall verschafft ein Vorrat an Essen und Getränken ein sicheres Gefühl. Wer vorsorgt, ist besser vorbereitet – mindestens für drei, idealerweise für zehn Tage“, ergänzt Behördenleiter Reinhard Menzel.

Kerze in einer Hand, im Hintergrund schwarze Schalter

© PantherMedia / thomas_koschnick.gmx.de

Doch was gehört konkret in eine Vorratskiste? Empfohlen werden vor allem lange haltbare Lebensmittel, die eine ausgewogene Ernährung ermöglichen und im Alltag auch tatsächlich verwendet werden. Dazu zählen beispielsweise Haferflocken, Reis, Nudeln, Knäckebrot, Hülsenfrüchte, Nüsse, Konserven mit Gemüse oder Fisch sowie haltbare Milchprodukte. Besonders wichtig ist zudem ausreichend Trinkwasser - mindestens zwei Liter pro Person und Tag sollten eingeplant werden. Ebenso entscheidend sind eine geeignete Lagerung so-wie das regelmäßige Aufbrauchen und Ersetzen der Vorräte, damit keine Lebensmittel verderben.

Am Informationsstand wurde beispielhaft ein Vorrat für eine Person für drei Tage aufgebaut. Damit sollte anschaulich gezeigt werden, dass selbst ein sinnvoller Notvorrat wenig Platz benötigt und auch in kleineren Wohnungen untergebracht werden kann. Ergänzend erhielten Besucherinnen und Besucher praktische Hinweise zur Zusammenstellung und Organisation eines Haushaltsvorrats.

Frau spricht mit zweiter Frau

Beratungsgespräch mit Alice Schnabel

Die Organisatorinnen Eva Stolze und Meike Vieweg zogen ein positives Fazit: „Die Erfahrung war sehr gut. Viele Menschen sind stehen geblieben und haben sich interessiert gezeigt, vor allem die ältere Generation. Gleichzeitig haben wir gemerkt, dass einige das Thema noch von sich wegschieben oder Berührungsängste haben. Umso wichtiger ist es, darüber zu informieren.“
Mann dreht an Glücksrad
Auch bei den Passanten stieß das Angebot auf große Zustimmung. Clemens Kern berichte-e: „Ich habe schon lange eine Kiste unter meinem Bett, in der ich für Notfälle Vorräte an-gelegt habe. Man gilt heute nicht mehr unbedingt als Prepper, wenn man das macht – das Thema wird aktueller. Es muss kein Krieg drohen. Gut, dass hier aufgeklärt wird.“ Besucherinnen wie Alice Schnabel nutzten die Gelegenheit ebenfalls gerne: „Sehr hilfreich, dass man sich einmal konkret anschauen kann, was man im Notfall zuhause haben sollte.“
Weiterführende Informationen

Weitere Informationen zur richtigen Vorratshaltung bietet ein Informationsflyer der bayerischen Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, der online unter www.vorratshaltung.bayern.de abrufbar ist sowie weitere hilfreiche Links zu dem Thema: