Gymnasium München-Feldmoching
Mensa des Gymnasiums
Gymnasium München-Feldmoching, gegründet im Jahr 2020, ist eine Aufbauschule mit etwa 1100 Schülerinnen und Schülern von der 5. bis zur 12. Klasse sowie rund 80 Lehrkräften. Die Mensa und der Pausenverkauf befinden sich in der angrenzenden Mehrzweckhalle und wird vom regional ansässigen Cateringservice "Naturkost Strohmaier" versorgt. Täglich nutzen bis zu 100 Schülerinnen und Schüler das ausgewogene, durchweg bio-zertifizierte Mittagsangebot, das immer auch vegetarische Optionen bietet. Außerdem nutzen viele Schülerinnen und Schüler auch den Pausenverkauf. Im Rahmen des Coachings zur Schulverpflegung strebt die Bildungseinrichtung an, die guten Entwicklungen aus dem vorhergehenden Coaching weiterhin zu verfolgen und die Mensa auch weiterhin auf einem hohen Niveau zu halten.
Der diesmalig verstärkte Fokus auf die Pausenverpflegung soll auch die Zwischenverpflegung optimieren. Hier wünscht man sich gesunde, nachhaltige und preislich interessante Lösungen, um den Kindern eine wünschenswerte Ernährung offerieren zu können.
Ziele, Herausforderungen und Lösungen
Rahmen gestalten
Auch in diesem Coaching-Jahr möchte sich das Gymnasium weiter mit dem Thema der gesundheitsförderlichen Verpflegung beschäftigen. Nun soll die Verpflegung am Kiosk in den zwei Vormittags-Pausen optimiert werden.
Dafür sollen die Angebote an Kiosk mehr beworben werden. Vielleicht wären hier Info-Schilder eine gute Lösung.
Damit die Schülerinnen und Schüler eher am hauseigenen Kiosk ihre Verpflegung kaufen anstatt außerhalb der Schule, wird z. B. auch über Rabattkarten nachgedacht (wer 10 mal kauft hat, bekommt 1 Teil gratis).
Um mehr Projekte rund um das Schulessen anzubieten, soll auch mit den Leitungen der AG´s („Gute gesunde Schule Bayern“, „Garten“, „Fairtrade School“, „Internationale Nachhaltigkeitsschule“) gesprochen werden.
Lösungen
Für die Angebote am Kiosk sind Schilder mit „100% Bio“ gestaltet worden. Auch ist eine Fotoreihe erstellt worden, welche exemplarisch die Produktion der selbstgemachten Pizza darstellt. Diese Fotos sind am Kiosk aufgehängt/aufgestellt worden zusammen mit einem Schild „Selbstgemacht“.
Die Rabattmarken sind in diesem Jahr nicht mehr eingeführt worden. Dieser Anreiz zum Kauf soll aber zu Beginn des nächsten Schuljahres gestartet werden.
Die Nachhaltigkeits-AG hat das Coaching Verpflegung unterstützt, indem eine Ausstellung mit dem Thema „Von der Saat bis auf den Teller“ stattgefunden hat. Diese konnten sich alle Schülerinnen und Schüler in der Aula ansehen.
Zur verstärkten Ernährungsbildung hat für alle 8ten Klassen das „Escape Game – Zero Waste“ stattgefunden. Dies hat die Schülerinnen und Schüler noch einmal mehr für die Themen Lebensmittelverschwendung und Lebensmittelabfall – auch an diesem Gymnasium – sensibilisiert. Die OGTS will sich noch, in der ruhigeren Zeit vor den großen Sommerferien, dem Thema „Geschmack und Sensorik“ widmen.
Um die Ernährungsbildung noch zu verstärken sind zwei Projekte im Laufe dieses Schuljahres angedacht
- Für alle 8. Klassen wird das „Escape Game – Zero Waste“ (Angebot der Ernährungsbildung vom Amt) durchgeführt werden, um mehr Bewusstsein für Lebensmittelverschwendung zu erreichen.
- Mit den Schülerinnen und Schülern der OGTS könnten Umfragen oder spezielle Lerneinheiten zum Thema „Geschmack und Sensorik“ durchgeführt werden. Hier wird noch nach passenden Umsetzungsmöglichkeiten gesucht.
Ausgewogen verpflegen
Um im neuen Coaching-Jahr die Pausenverpflegung in den Fokus zu nehmen, hat zu Beginn bereits eine Umfrage stattgefunden. 900 Schülerinnen und Schüler sowie 80 Lehrkräfte sind befragt worden. Mit einer Rücklaufquote von über 10 % ist die Umfrage sehr erfolgreich gelaufen. Jetzt soll in Zusammenarbeit mit dem Caterer sowie dem ganzen Essensgremium ein neues bzw. erweitertes Angebot erarbeitet werden.
Dabei soll z.B. das Angebot an Obst und Gemüse sowie an Vollkorn erhöht werden. Über eine Reduktion des Angebots von Fleischkomponenten wird nachgedacht. Die Umfrage hat ergeben, dass sich die Befragten mehr italienische Speisen wünschen.
Auch die Eltern der Kinder, welche nicht am Mittagessen teilnehmen, haben ein besonderes Interesse. Sie wünschen sich gesunde und sattmachende (!) Angebote. Da am Kiosk – wie auch beim Mittagessen - aktuell alle Angebote in 100% bio sind, wird hier nach Lösungen gesucht, die auch bezahlbar sind.
Lösungen
Alle Teilnehmenden im Essensgremium haben sich das Angebot am Kiosk genau angesehen und mögliche Optimierungen mit dem Caterer sowie der Ausgabekraft überlegt.
Folgende Optimierungen sind abschließend eingeführt worden
- Die täglich angebotenen Mengen werden grundsätzlich reduziert, um Lebensmittelabfälle zu vermeiden.
- Die Preise am Kiosk wurden neu gestaltet. Damit soll zum Kauf der gesundheitsförderlicheren Angebote angeregt werden.
- Aber auch „sattmachende“ Angebote sind in den Blick genommen worden.
- Obst wird am Kiosk angeboten, leider aber von den Schülerinnen und Schülern wenig angenommen. Dies wird eher von zu Hause mitgebracht.
Des Weiteren wurde im Rahmen des Coachings auch über ein Snackautomaten im Nebengebäude gesprochen, da die Schülerinnen und Schüler die Mensa zeitlich in den Pausen nicht erreichen können. Dieses Angebot soll im nächsten Jahr weiterverfolgt werden. Die SMV wird dies im nächsten Schuljahr weiterbearbeiten.
Verantwortungsvoll einkaufen
Der Einkauf durch den Caterer ist bereits sehr nachhaltig. Alle Produkte sind aktuell zu 100% in Bio-Qualität und kommen oft auch aus der Region.
Lösungen
Der Caterer liefert das Mittagessen sowie die Zwischenverpflegung in 100 % Bio-Qualität. Hier ist entschieden worden auch die Zwischenverpflegung zu 100 % bei Bio-Lebensmittels zu belassen.
Viele Produkte kommen aus der Region, auch Bio-Produkte aus Bayern sind oft im Angebot.
Erfolgreich kommunizieren
Das Essensgremium möchte die Eltern sowie die Schülerinnen und Schüler mehr über die Angebote am Kiosk informieren.
Auch eine Umfrage zur Zufriedenheit mit dem Angebot soll stattfinden. Wie oft und in welcher Form diese Umfragen stattfinden könnten, wird im Essensgremium besprochen.
Es besteht bereits ein Verpflegungskonzept für die Mittagsverpflegung. Daher könnte dieses jetzt noch um die Pausenverpflegung ergänzt werden.
Auch das Mittagessen, welches im letzten Schuljahr im Fokus des Verpflegungscoachings stand, soll noch mal evaluiert werden. Dafür wird noch einmal eine Umfrage unter den Schülerinnen und Schülern der OGTS stattfinden.
Lösungen
Auch im zweiten Jahr des Coachings waren viele Teilnehmende im Essensgremium und haben sich dabei sehr aktiv eingebracht.
Die Umfragen bei den Schülerinnen und Schülern sowie bei den Lehrkräften haben stattgefunden und erhielten eine hohe Teilnahmequote. Das Essen ist somit für viele von großem Interesse. Darüber haben sich alle sehr gefreut.
Umfragen zum Thema „Essen und Verpflegung“ sollen auch im nächsten Jahr fortgesetzt werden, um hier erneut dafür zu sensibilisieren.
Die Qualität des Essens in der Mensa soll nun über Bilder zum Thema „Selbstgemacht“, direkt aus der Produktion des Caterers, verstärkt kommuniziert werden. Der Caterer wird diese Fotos dem Essensgremium zukommen lassen.
Zur Verbesserung der Ess- und Tischkultur sind Mensa-Regeln formuliert worden. Diese hängen gut sichtbar an vielen Stellen in der Mensa aus.
Der Elternbeirat will in Zukunft noch intensiver über die Verpflegung informieren. Dies soll immer beim ersten Elternabend für die neuen Eltern stattfinden.
Die Fortschreibung des bereits bestehenden Verpflegungskonzeptes hat leider nicht stattgefunden. War aber aus Sicht der Teilnehmende auch nicht nötig, da bereits alle relevanten Inhalte beschrieben sind.
Das Interesse an Schulverpflegung ist so groß – auch im Hinblick auf den Neubau eines erweiterten Schulcampus -, sodass das Essensgremium gerne noch ein drittes Jahr am Coaching Kita- und Schulverpflegung teilnehmen würde. Dies ist aber leider nicht möglich.
Grundschule an der Burmesterstraße
An dieser Grundschule werden täglich ca. 270 Schülerinnen und Schüler verpflegt. Das Essen wird von einem Caterer im Cook&Chill-Verfahren angeliefert. Es wird dann vor Ort fertiggestellt und mit vielen frischen Komponenten ergänzt. Die Schülerinnen und Schüler werden während der Mittagszeit von einem engagierten Team aus Mittagsbegleiterinnen betreut.
Ziele, Herausforderungen und Lösungen
Rahmen gestalten
Den Pädagogen und Pädagoginnen ist es ein besonderes Anliegen die Atmosphäre in der Mensa zu verbessern. Es soll ruhiger werden. Man möchte ein Wohlfühl-Restaurant etablieren.
Dafür könnten die langen Tischreihen umgestellt werden und somit 6er-Sitzgruppen erreicht werden. Auch das Anstellen zum Abholen des Mittagessens will man überdenken. Könnte hier eine neue Wegführung geschaffen werden?
Für die Essensbegleiterinnen wird darüber nachgedacht, dass diese mit am Tisch der Kinder sitzen und auch den pädagogischen Happen einnehmen.
Mensa- und Tischregeln sollen zusammen mit den Kindern erstellt werden. Gutes Verhalten am Tisch erhöht das Wohlfühlen aller.
Der Speiseplan wird für die Kinder gut sichtbar gleich am Eingang der Mensa ausgehängt, so dass alle sich darauf einstellen können, was sie essen möchten und in welcher Menge. Vielleicht könnte zusätzlich noch eine große Tafel auf dem Flur aufgestellt werden, dem das Tagesgericht entnommen werden kann.
Auch neue Dekorationen an den Wänden möchte das Essensgremium zusammen mit den Kunst-Lehrkräften schaffen.
Um alle Lehrkräfte sowie die Essensbegleiter zum Thema „Verpflegung“ mit ins Boot zu nehmen, soll ein Workshop „Schulmahlzeiten wertschätzend gestalten“ angeboten werden.
Lösung
Die neue Sitzordnung sowie das Anstellen an der Ausgabe sind erfolgreich umgesetzt worden. Es ist ruhiger und für alle Beteiligten angenehmer geworden.
Zur Essensbegleitung ist für das nächste Schuljahr beschlossen worden, dass die Klassenlehrkräfte der 1. Klasse mit am Essen teilnehmen und die Kinder begleiten. Damit soll sich die Esskultur und die Tischregeln besser etablieren können. Die größeren Kinder werden im nächsten Schuljahr frei entscheiden können, wann sie zum Essen gehen.
Mensa- und Tischregeln sind in Zusammenarbeit mit den Kindern erstellt worden.
Das Tagesgericht wird nun immer sehr schön gestaltet auf einer sehr großen Tafel gut sichtbar für alle kundgetan.
Die neue Dekoration ist nicht mehr umgesetzt worden, dafür ist aber neues Mobiliar mit Trennwänden und Pflanzen bestellt worden. Auch dieses soll im nächsten Schuljahr geliefert werden.
Um einen Restaurant-Charakter zu erzielen, ist eine große Holzfigur gebaut worden (ca. 1,5m hoch) der „Burmi“, welcher nun die Kinder am Eingang zu Essen begrüßt.
Der Workshop für die Essensbegleiterinnen konnte aus terminlichen Gründen leider nicht mehr stattfinden.
Ausgewogen verpflegen
Die Schule bzw. das Personal des Caterers vor Ort bestellt das Mittagessen beim Caterer. Dabei können sie täglich aus zwei Essen wählen. Alle Kinder erhalten dann ein Essen zzgl. das Angebot für die Vegetarier. Hier möchten wir im Rahmen des Coachings die Auswahl gesundheitsförderlicher gestalten. Auch die Beilagen, welche nicht vom Caterer angeliefert werden, könnten angepasst werden und mehr Vollkorn sowie schmackhafte Zubereitungen mit Gemüse und Hülsenfrüchten enthalten.
Zusammen mit dem Caterer soll der Speiseplan weiter optimiert werden.
Lösung
Die Auswahl an Speisen ist gesundheitsförderlicher geworden. Gemüse und Vollkorn wird nun öfter angeboten.
Außerdem hat das Essensgremium zusammen mit dem Rektorat beschlossen das Fleischangebot deutlich zu reduzieren, im besten Fall nur noch einmal pro Woche Fleisch im Speiseplan anzubieten. Die neuen Gerichte gilt es nun den Kindern schmackhaft zu machen.
Verantwortungsvoll einkaufen
Um weniger Essensreste schon in der Produktion zu haben, sollte die Küche täglich die Zahl der Essensteilnehmer wissen. Dies ist bereits mit einer einfachen Liste, welche für die Küche gut sichtbar ausgelegt wird, umgesetzt worden.
Für die Reduktion der Tellerreste der Kinder wird über den Einsatz von durchsichtigen Eimern an den Rückgabe-Wägen nachgedacht. Dies müssten die Essensbegleiterinnen betreuen oder es könnte ein Projekttag zum Thema „Lebensmittelverschwendung“ stattfinden.
Viele Lebensmittel werden bereits in Bio-Qualität angeboten. Auch saisonale und regionale Waren sind im Angebot.
Lösung
Zur Reduktion der Tellerreste sollen die Ausgabekräfte mehr sensibilisiert werden, kleine Portionen bzw. Probierportionen noch aktiver anzubieten.
Im neuen Schuljahr werden die Lehrkräfte der 1. Klasse darauf mehr achten können.
Erfolgreich kommunizieren
Es ist ein großes Essensgremium mit Teilnehmern aus dem Elternbeirat, der Schülervertretung, den Essensbegleitern, Pädagogen, dem Caterer und dem Rektorat gegründet worden. Alle arbeiten hier sehr engagiert und zielführend mit, um die Verpflegung noch besser zu machen.
Die Eltern sind über das Coaching informiert worden. Nun könnten aber noch mehr Informationen über das Mittagessen weitergegeben werden z. B. die Bio-Qualität, die Frische-Zubereitung sowie die Gesundheitsförderlichkeit.
Für die Kinder soll ein Feedback-System zum Essen eingeführt werden.
Feedback-System
Lösung
Engagierte Eltern wollen dann im nächsten Schuljahr mit der Küche zusammen Fotos bzw. eine Fotoserien erstellen, um allen Interessenten die Frische-Produktion in der Küche demonstrieren zu können. Diese und weitere Einblicke rund um die Verpflegung sollen auch den Eltern zur Neueinschulung ihrer Kinder in Form eines Elternbriefs zur Verfügung gestellt werden..
Das Feedbacksystem ist eingeführt worden und erfreut sich großer Zustimmung bei den Schülerinnen und Schülern.