KULAP-Maßnahme I80
Alte Hecken brauchen Pflege

Was auf den ersten Blick wie ein radikaler Rückschnitt aussieht, ist oft die beste Hilfe für eine Hecke. Viele Gehölze benötigen regelmäßig eine fachgerechte Verjüngung, damit sie ihre wichtige Funktion für Natur, Klima und Landwirtschaft langfristig erfüllen können.

Kommunen und landwirtschaftliche Betriebe konnten für entsprechende Maßnahmen bis zum 30. Juni 2026 eine Förderung im Rahmen der KULAP-Maßnahme I80 „Erneuerung von Hecken und Feldgehölzen“ beantragen.

Zweige und Äste liegen um einen Baum
Die Hecke Rückzugsort für viele Arten
„Hecken sind weit mehr als nur Landschaftselemente: Sie schützen Böden, verbessern das Kleinklima und bieten Rückzugsorte für viele Arten. Damit sie diese Funktionen dauerhaft erfüllen können, ist eine regelmäßige und fachgerechte Pflege entscheidend“, betont Dr. Franziska Müller-Waldeck, Wildlebensraumberaterin am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Erding-Ebersberg.
Viele bestehende Hecken sind jedoch überaltert oder wurden über Jahre hinweg nicht fachgerecht gepflegt und verlieren dadurch zunehmend ihre ökologische Funktion.

Der richtige Schnitt für eine vitale Hecke

Hecke
„Häufiges, unsachgemäßes Zurückschneiden führt dazu, dass Sträucher vergreisen, lückig werden und an ökologischer Wirkung verlieren. Bewährt hat sich deshalb das abschnittsweise ‚Auf-den-Stock-Setzen‘. Dabei werden einzelne Bereiche bodennah zurückgeschnitten, sodass die Sträucher wieder kräftig austreiben können. Auf diese Weise entsteht nach und nach eine vielfältige und vitale Heckenstruktur“, erklärt Müller-Waldeck.

Heckenstrukturen langfristig sichern

Im Landkreis Freising unterstützt der Landschaftspflegeverband Freising e.V. Kommunen umfassend bei der Planung und Umsetzung solcher Maßnahmen. Ansprechpartner ist David Eschler. Der Verband erstellt fachliche Pflege- und Entwicklungskonzepte und übernimmt auf Wunsch auch die Antragstellung für Förderprogramme sowie die fachgerechte Umsetzung vor Ort.
„Die Kooperation mit Kommunen ermöglicht es uns, wertvolle Heckenstrukturen langfristig zu sichern und gleichzeitig die biologische Vielfalt in der Region gezielt zu stärken“, so Eschler.