Start in die Erntesaison
Frisches Frühlingsgemüse aus der Region

Mit der ersten Ernte von Schnittsalat, Radieschen und weiterem Frühlingsgemüse beginnt in der Region die neue Erntesaison 2026. Auch Zierpflanzen und Topfkräuter sind bereits wieder erhältlich. Frische, regional erzeugte Produkte stehen damit rechtzeitig zum Saisonstart zur Verfügung.

„Kurze Transportwege, ein geringer Energieeinsatz und der direkte Kontakt zu den Erzeugerinnen und Erzeugern überzeugen viele Verbraucherinnen und Verbraucher, die Wert auf Nachhaltigkeit und regionale Wertschöpfung legen“, sagt Reinhard Menzel, Behördenleiter Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Ebersberg-Erding.

Schädlinge weniger attraktiv

Die Abteilung Gartenbau des AELF Abensberg-Landshut, die von Landshut aus für alle gärtnerischen Betriebe in Niederbayern und Teilen Oberbayerns zuständig ist, führt fortlaufend Versuche durch, um den regionalen Gemüseanbau zu unterstützen und die Erzeuger zu beraten. „Jeder Salatkopf soll marktfähig sein“, betont Florian Hageneder vom AELF Abensberg-Landshut. Im Versuchswesen werden dafür Sorten identifiziert, die für Schädlinge weniger attraktiv sind oder sich als widerstandsfähiger gegenüber Krankheiten erweisen. Genau auf solche Sorten setzt Stefan Pahnke, Betriebsleiter der Isar Sempt Werkstätten in Burgharting. In der Einrichtung der Lebenshilfe produzieren derzeit 23 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Behinderung Gemüse und Gemüsejungpflanzen, Zierpflanzen, Kräuter und Stauden. Ein Teil der Ware wird direkt vor Ort verkauft, ein großer Teil geht an regionale Gastronomiebetriebe und Catering-Unternehmen.

Die nächsten Vorbereitungen sind schon am Laufen

„Die meisten Produkte, die jetzt in den Verkauf kommen, wurden bereits im Herbst in Folien-Gewächshäusern angezogen“, erklärt Pahnke. „Aktuell ernten wir unter anderem Lauchzwiebeln, Portulak und Babyleaf-Schnittsalate.“ Um den Energieeinsatz möglichst gering zu halten, arbeitet das Team außerdem mit nachhaltigen Lösungen für die Beheizung der Gewächshäuser. Unter einer schwarzen Folie verrottet ein Gemisch aus Pferdemist, Stroh, Astschnitt und Hornspänen und gibt dabei Wärme an benachbarte Tomaten- und Salatpflanzen ab.

„Wir möchten mit wenig Energieeinsatz möglichst früh mit den Produkten am Markt sein“, sagt Pahnke. „Gerade zum Saisonstart ist die Nachfrage besonders groß.“ Gleichzeitig wünsche er sich, dass Verbraucherinnen und Verbraucher den Erntekalender wieder stärker berücksichtigen und häufiger zu regionaler Ware greifen. Für das Team in Burgharting ist die aktuelle Frühjahrspalette damit fast schon abgeschlossen. „Schon jetzt laufen die nächsten Vorbereitungen“, so Pahnke. „Wir produzieren Erdbeer-, Gurken- und Tomatenpflanzen, außerdem bereiten wir im Mai die Pflanzung der Mini-Melonen vor.“